Von der Dachanalyse über die Bewilligung bis zur Inbetriebnahme: So planen Sie Ihre Solaranlage in der Schweiz richtig und vermeiden kostspielige Fehler.
Eine sorgfältige Planung ist das Fundament für eine wirtschaftlich erfolgreiche Solaranlage. Hier finden Sie alle wichtigen Schritte.
Die Planung einer Solaranlage in der Schweiz umfasst mehrere Phasen, die aufeinander aufbauen. Eine gut geplante Anlage produziert mehr Strom, kostet weniger und erspart Ihnen nachträgliche Korrekturen. In diesem Leitfaden führen wir Sie durch alle wichtigen Schritte – von der ersten Idee bis zur fertigen PV-Anlage auf Ihrem Dach.
Der gesamte Prozess dauert typischerweise 2 bis 4 Monate. Die eigentliche Montage auf dem Dach ist bei einem Einfamilienhaus in nur 2 bis 3 Arbeitstagen erledigt. Die restliche Zeit wird für Bewilligungen, Materialbestellung und Terminkoordination benötigt.
Ermitteln Sie Ihren jährlichen Stromverbrauch anhand der Stromrechnung. Prüfen Sie mit dem PV-Rechner das Solarpotenzial Ihres Dachs. Berücksichtigen Sie geplante Anschaffungen wie Wärmepumpe oder Elektroauto.
Prüfen Sie Ausrichtung (ideal: Süd), Neigung (optimal: 25–35°), verfügbare Fläche und mögliche Verschattungen. Ein Fachmann kann eine professionelle Verschattungsanalyse durchführen und die optimale Modulbelegung berechnen.
Holen Sie mindestens drei Offerten von zertifizierten Installateuren ein. Vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch Modulqualität, Wechselrichter, Garantieleistungen und Serviceangebote. Achten Sie auf Swissolar-Mitgliedschaft.
In den meisten Kantonen genügt eine Baumeldung bei der Gemeinde. Reichen Sie die Meldung zusammen mit den Planungsunterlagen ein. Parallel meldet der Installateur die Anlage beim lokalen Energieversorger an.
Beantragen Sie die Pronovo-Einmalvergütung und prüfen Sie kantonale Förderprogramme. Die Anmeldung bei Pronovo kann bereits vor der Installation erfolgen. Steuerliche Abzüge werden bei der nächsten Steuererklärung geltend gemacht.
Die Montage erfolgt in 2 bis 3 Tagen: Unterkonstruktion, Modulbefestigung, Verkabelung, Wechselrichter-Installation und Zählereinbau. Ein Gerüst wird vorher aufgestellt und nach Abschluss wieder abgebaut.
Nach der Montage erfolgt die technische Abnahme durch einen Elektrokontrolleur. Der Energieversorger schaltet den Zweirichtungszähler frei. Ab sofort produziert Ihre Anlage Strom und speist den Überschuss ins Netz ein.
Die optimale Anlagengrösse hängt vom Stromverbrauch, der verfügbaren Dachfläche und dem Budget ab. Als Faustregel gilt: Pro 1'000 kWh Jahresverbrauch sollten mindestens 1.2 bis 1.5 kWp installiert werden. Für ein typisches Einfamilienhaus bedeutet das 8 bis 12 kWp. Bei einer geplanten Wärmepumpe oder einem Elektroauto empfiehlt sich eine grössere Auslegung.
Ein Batteriespeicher kann den Eigenverbrauch von 30% auf 60–70% steigern und lohnt sich besonders, wenn tagsüber wenig Strom verbraucht wird. Planen Sie den Platz für den Speicher bereits bei der Erstinstallation ein. Auch wenn Sie den Speicher erst später nachrüsten, sollte der Wechselrichter speicherkompatibel sein.
Seit der Revision des Raumplanungsgesetzes sind Solaranlagen auf Dächern in den meisten Fällen meldepflichtig, aber nicht bewilligungspflichtig. Eine einfache Baumeldung bei der Gemeinde genügt. Ausnahmen gelten für denkmalgeschützte Gebäude, Gebäude in Schutzzonen oder Anlagen, die über den Dachrand hinausragen.
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