Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.

Degradation von Solarmodulen – Wie schnell sinkt der Ertrag?

Wie sich die Leistung von Solarmodulen über die Jahre verändert, was normale Degradation ist und wann Handlungsbedarf besteht.

Solarmodule verlieren im Laufe der Jahre langsam an Leistung. Dieser natürliche Alterungsprozess – die Degradation – ist unvermeidlich, aber gut planbar. Wir erklären, was normal ist und wann Sie handeln sollten.

Was ist Degradation?

Degradation bezeichnet den graduellen Leistungsverlust von Solarmodulen durch physikalische und chemische Alterungsprozesse. UV-Strahlung, Temperaturwechsel, Feuchtigkeit und mechanische Belastungen führen über die Jahre zu einer langsamen Abnahme der Zelleffizienz und damit des Ertrags.

Initiale Degradation (LID)

In den ersten Betriebsstunden tritt bei den meisten kristallinen Siliziummodulen eine lichtinduzierte Degradation (LID) auf. Dieser einmalige Leistungsverlust beträgt 1–3% und ist in der Regel bei der Angabe der Nennleistung bereits einkalkuliert. Neuere Zelltechnologien wie n-type und HJT zeigen deutlich geringere LID-Effekte.

Langzeit-Degradation

Nach der initialen Phase verlieren Module typischerweise 0,3–0,5% ihrer Leistung pro Jahr. Hochwertige Module moderner Fertigung degradieren oft nur mit 0,2–0,4% jährlich.

Leistungsverlauf über die Lebensdauer

Herstellergarantie: Die meisten Hersteller garantieren nach 25 Jahren mindestens 80% der Nennleistung. Premium-Hersteller geben 30-jährige Leistungsgarantien mit 87% Restleistung. Diese Garantien geben Planungssicherheit für die gesamte Anlagenlaufzeit.

Ursachen der Degradation

UV-Degradation

UV-Strahlung verändert die Einkapselungsmaterialien und kann die Lichtdurchlässigkeit des Frontglases leicht reduzieren. Moderne Module verwenden hochwertige UV-stabile EVA- oder POE-Folien, die diesen Effekt minimieren.

Thermische Zyklen

Tägliche und saisonale Temperaturwechsel erzeugen mechanische Spannungen in den Lötstellen und der Einkapselung. In der Schweiz sind die Temperaturdifferenzen besonders gross – von -15°C im Winter bis +70°C Modultemperatur im Sommer.

PID (Potenzialinduzierte Degradation)

PID tritt auf, wenn hohe Systemspannungen Leckströme zwischen Zellen und Rahmen verursachen. Moderne Module sind PID-resistent getestet, bei älteren Anlagen kann PID den Ertrag um 10–30% reduzieren. Die gute Nachricht: PID ist teilweise reversibel durch Anti-PID-Boxen.

Mikrorisse

Mikrorisse in den Solarzellen entstehen durch mechanische Belastungen bei Transport, Montage, Schneelasten oder Hagel. Sie sind mit blossem Auge unsichtbar, können aber den Ertrag reduzieren. Elektrolumineszenz-Aufnahmen machen Mikrorisse sichtbar.

Degradation messen

Vergleichen Sie den jährlichen spezifischen Ertrag (kWh/kWp) über mehrere Jahre, bereinigt um Wetterdaten. Ein gleichmässiger, langsamer Rückgang von 0,3–0,5% pro Jahr ist normal. Ein plötzlicher Einbruch deutet dagegen auf einen technischen Defekt hin, nicht auf Degradation.

Fazit

Die Degradation von Solarmodulen ist ein normaler und gut planbarer Prozess. Moderne Module produzieren auch nach 30 Jahren noch effizient Strom. Rechnen Sie bei der Ertragsplanung mit einer jährlichen Degradation von 0,4% – dann sind Sie auf der sicheren Seite und Ihre Wirtschaftlichkeitsberechnung bleibt realistisch.

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Schweizer Förderprogramme im Überblick

In der Schweiz profitieren Eigenheimbesitzer von attraktiven Förderprogrammen für Solaranlagen. Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes deckt bis zu 30 % der Investitionskosten. Zusätzlich bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Zuschüsse an. In Zürich beispielsweise gibt es kantonale Zusatzförderungen von bis zu CHF 3’000, während Bern einen Bonus für Fassadenanlagen gewährt. Wichtig: Die Förderanträge müssen vor Baubeginn eingereicht werden. Ihr Solarinstallateur übernimmt in der Regel die gesamte Administration. Die Bearbeitungszeit beträgt aktuell 3–6 Monate. Zusätzlich können Sie die Investitionskosten vollständig von der Einkommenssteuer abziehen – das spart je nach Steuersatz nochmals 20–35 % der Nettokosten.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Umweltbilanz und Nachhaltigkeit

Eine Solaranlage in der Schweiz vermeidet pro kWp jährlich rund 400–500 kg CO₂. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage sind das über die Lebensdauer von 25 Jahren mehr als 100 Tonnen eingespartes CO₂. Die energetische Amortisation – also die Zeit, bis die Anlage mehr Energie produziert hat als für ihre Herstellung benötigt wurde – liegt bei nur 1–2 Jahren. Danach liefert sie über 20 Jahre lang sauberen, klimaneutralen Strom. Am Ende ihrer Lebensdauer können über 95 % der Materialien recycelt werden. Silizium, Glas und Aluminium werden zurückgewonnen und in neuen Produkten eingesetzt. So schliesst sich der Kreislauf – und Sie leisten einen messbaren Beitrag zur Energiewende in der Schweiz.

Langzeitmessungen in der Schweiz

Die Berner Fachhochschule und das CSEM in Neuenburg führen seit über 20 Jahren Langzeitmessungen an Solarmodulen durch. Die Ergebnisse zeigen, dass hochwertige Module in der Schweiz langsamer degradieren als vom Hersteller angegeben. Im Durchschnitt liegt die jährliche Leistungsabnahme bei nur 0,3–0,4 % statt der garantierten 0,5 %. Das kühlere Schweizer Klima ist ein Vorteil, da hohe Temperaturen die Degradation beschleunigen. Module auf Berghütten in über 2000 Metern Höhe zeigen sogar noch bessere Werte, da die kühleren Temperaturen den Alterungsprozess verlangsamen. Nach 25 Jahren Betrieb liefern gut gewartete Anlagen in der Schweiz noch 85–90 % ihrer ursprünglichen Leistung.

Degradationsursachen und Prävention

Die häufigsten Degradationsursachen in der Schweiz sind potentialinduzierte Degradation (PID), Mikrorisse durch Schneelasten und UV-bedingte Verfärbung der Einkapselungsfolie. PID lässt sich durch korrekte Erdung und hochwertige Module vermeiden. Gegen Mikrorisse schützen Halbzellenmodule, die mechanisch robuster sind und sich besonders für schneereichere Regionen eignen. Regelmässige thermografische Inspektionen können frühzeitig Hotspots erkennen, bevor diese zu dauerhaften Schäden führen. Schweizer Fachbetriebe empfehlen eine professionelle Überprüfung alle 3–5 Jahre.

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