Datenbasiertes Wissen rund um Solarertrag, Photovoltaik-Leistung und Solarenergie in der Schweiz – kompakt aufbereitet.
Das Tessin ist die ertragreichste Region der Schweiz. Solaranlagen liefern hier bis zu 1'200 kWh pro installiertem kWp und Jahr – vergleichbar mit Norditalien.
Pro Grad über 25°C verlieren Solarmodule ca. 0,4% Leistung. An einem kalten, sonnigen Wintertag in den Alpen können Module ihre Nennleistung sogar übertreffen.
Mit 1'050–1'500 kWh/m² Globalstrahlung pro Jahr hat die Schweiz bessere Einstrahlungswerte als viele norddeutsche oder britische Standorte.
Moderne Solarmodule haben eine technische Lebensdauer von über 30 Jahren. Nach 25 Jahren liefern sie noch 80–87% ihrer Nennleistung.
Der Performance Ratio zeigt, wie effizient eine Anlage arbeitet. Ein Wert von 80% oder höher gilt als hervorragend. Unter 70% besteht Handlungsbedarf.
Verschmutzte Solarmodule können bis zu 10–15% weniger Strom produzieren. Vogelkot, Pollen und Staub sind die häufigsten Verschmutzungsquellen.
Ost-West-ausgerichtete Anlagen liefern 10–15% weniger Jahresertrag als Südanlagen, verteilen die Produktion aber gleichmässiger über den Tag – ideal für den Eigenverbrauch.
Zwischen April und September erzeugt eine Solaranlage im Mittelland rund zwei Drittel ihres Jahresertrags. Der Dezember trägt nur 2–3% bei.
Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch bei 25–35%. Mit einem passend dimensionierten Batteriespeicher steigt er auf 60–80%.
Moderne Wechselrichter wandeln über 98% des Gleichstroms in nutzbaren Wechselstrom um. Der europäische Wirkungsgrad ist die aussagekräftigste Kennzahl.
Solarmodule verlieren jährlich ca. 0,3–0,5% ihrer Leistung. Nach 30 Jahren produzieren sie immer noch rund 87% der ursprünglichen Nennleistung.
Für maximalen Jahresertrag in der Schweiz ist eine Neigung von 30–35° ideal. Abweichungen bis 15° oder 50° verursachen nur geringe Ertragseinbussen.
Schneebedeckte Flächen reflektieren bis zu 90% des Sonnenlichts. Bifaziale Module können dieses reflektierte Licht auf der Rückseite nutzen und bis zu 25% Mehrertrag erzielen.
Solaranlagen in den Alpen produzieren im Winter 20–40% mehr als Anlagen im Mittelland, da sie über der Nebelgrenze liegen und von der Schneereflexion profitieren.
Aktiv überwachte Solaranlagen liefern 2–5% mehr Ertrag als unüberwachte, da Probleme schneller erkannt und behoben werden.
Für 1 kWp installierte Leistung werden bei modernen Modulen etwa 4,5–5,5 m² Dachfläche benötigt. Ein typisches Einfamilienhaus hat Platz für 8–15 kWp.
Die Gestehungskosten von Solarstrom in der Schweiz liegen heute bei 5–10 Rappen pro kWh – deutlich günstiger als Netzstrom mit 20–35 Rappen.
Auch bei Bewölkung erzeugen Solarmodule Strom. In der Schweiz stammen 40–60% der Globalstrahlung aus diffusem Licht, das auch bei bedecktem Himmel verfügbar ist.
Mit einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) können Nachbarn oder Mieter gemeinsam Solarstrom nutzen. Das steigert den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit.
Die Schweizer Energiestrategie 2050 sieht einen massiven Ausbau der Solarenergie vor. Das Ziel: Bis 2050 sollen Solaranlagen einen wesentlichen Teil des Schweizer Strombedarfs decken.