Ertragsprognose vs. Realität – Wie genau sind Simulationen?

Vergleich zwischen prognostiziertem und tatsächlichem Solarertrag und wie zuverlässig Ertragssimulationen wirklich sind.

Vor der Installation einer Solaranlage erstellen Planer eine Ertragsprognose. Doch wie genau stimmen diese Vorhersagen mit der Realität überein? Wir analysieren Abweichungen und zeigen, worauf Sie achten sollten.

Grundlagen der Ertragsprognose

Professionelle Ertragsprognosen basieren auf langjährigen Strahlungsdaten (Durchschnitt der letzten 20–30 Jahre), den spezifischen Modulkennwerten, Ausrichtung und Neigung der Anlage, einer Verschattungsanalyse sowie der Wechselrichter-Effizienz und Kabelverlusten.

Gängige Simulationstools

Genauigkeit in der Praxis

Gut erstellte Prognosen erreichen typischerweise eine Genauigkeit von ±5–10% im Jahresmittel. Einzelne Jahre können aufgrund von Wettervariationen stärker abweichen. Über 5–10 Jahre gemittelt sollte die tatsächliche Produktion der Prognose nahe kommen.

Warum der Ertrag niedriger sein kann

Warum der Ertrag höher sein kann

Tipp: Vergleichen Sie niemals ein einzelnes Jahr mit der Prognose. Nutzen Sie mindestens 3–5 Jahre Daten für einen aussagekräftigen Vergleich. Berücksichtigen Sie dabei die jährliche Degradation von ca. 0,4%.

Wann Sie handeln sollten

Wenn der tatsächliche Ertrag dauerhaft (über mehrere Jahre) mehr als 10–15% unter der Prognose liegt, sollten Sie die Anlage professionell überprüfen lassen. Mögliche Ursachen sind technische Defekte, nachträgliche Verschattung oder Planungsfehler bei der Simulation.

Fazit

Professionelle Ertragsprognosen sind in der Regel zuverlässig und eine solide Grundlage für Investitionsentscheidungen. Nutzen Sie die Prognose als Referenz und überwachen Sie den Ertrag Ihrer Anlage regelmässig über das Monitoring-System.

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