GREIV-Auktion 2026 — Förderung für grosse PV-Anlagen über 100 kWp
Die Grosse Einmalvergütung (GREIV) als Förderung für PV-Anlagen über 100 kWp: Auktionsverfahren, Termine 2026, Erfolgsfaktoren bei der Gebotsabgabe.
3. Juni 2026 · Solar-Ertrags-Check
Solar-Ertrags-Check bietet unabhängige Schweizer Solar-Informationen. Dieser Beitrag ist Teil unserer Wissensreihe zu Photovoltaik, Förderung und Wirtschaftlichkeit.
GREIV — die Förderung für grosse PV-Projekte
Während die KLEIV automatisch für Anlagen zwischen 2 und 100 kWp gilt, brauchen grössere Photovoltaikanlagen eine andere Förderform: die Grosse Einmalvergütung (GREIV). Sie wird über halbjährliche Auktionen vergeben — Bauherren müssen Gebote abgeben und konkurrieren um die besten Förderbeträge. Das System ist komplex, aber für Gewerbe, Industrie und grosse Mehrfamilienhaus-Projekte unverzichtbar.
Wer ist GREIV-pflichtig?
Die GREIV gilt zwingend für PV-Anlagen mit Spitzenleistung über 100 kWp. Typische Anwendungen:
Die Tendenz ist sinkend — gesunkene Modulpreise erlauben niedrigere Förderbeträge. Wer früh in 2026 bietet, kann teils noch höhere Tarife erhalten als Spätbieter.
Konkretes Beispiel 200 kWp Industriedach
Beispielrechnung für eine 200 kWp Anlage auf einem Schweizer Industriedach:
Die Gebot-Höhe ist die zentrale strategische Entscheidung:
Zu hohes Gebot: hohe Förderung, aber Risiko keinen Zuschlag zu erhalten
Zu niedriges Gebot: sicherer Zuschlag, aber suboptimale Förderung
Erfahrungswerte: 5-10 % unter dem durchschnittlichen Vorjahresgebot bietet hohe Erfolgswahrscheinlichkeit
Spezialisierte Berater (Energieberater, Solar-Projektentwickler) helfen bei der Gebot-Kalkulation. Honorar typisch CHF 2'000-5'000, oft gut investiert.
Vor-Qualifizierung und Auflagen
Bevor Sie an einer GREIV-Auktion teilnehmen können, müssen Sie sich qualifizieren:
Bauprojekt vorgelegt mit verbindlichen Plänen
Baugenehmigung erteilt oder absehbar
Statische Tragfähigkeit nachgewiesen
Netzanschluss zugesichert vom EVU
Realisierungsbürgschaft (typisch 5 % der erwarteten Förderung)
Realisierungsfristen
Nach Zuschlag muss die Anlage innerhalb von 18-24 Monaten realisiert werden:
Frist 1: Bestellung der Komponenten innerhalb 6 Monaten
Frist 2: Baubeginn innerhalb 12 Monaten
Frist 3: Inbetriebnahme innerhalb 24 Monaten
Bei Verzug: Reduktion oder Verfall der Förderung
GREIV vs KLEIV: was lohnt sich bei Grenzanlagen?
Bei Anlagen knapp unter oder über 100 kWp lohnt sich Rechnen:
Die GREIV-Auktion 2026 ist das zentrale Förderinstrument für Schweizer PV-Anlagen über 100 kWp. Mit aktuellen Förderbeträgen von CHF 270-310 / kWp ist sie für die meisten Gewerbe- und MFH-Projekte attraktiv. Erfolg erfordert sorgfältige Gebot-Kalkulation, professionelle Vorbereitung und Einhaltung der Realisierungsfristen. Wer plant, sollte mit erfahrenen Solar-Projektentwicklern arbeiten und mehrere Auktionsrunden im Blick behalten. Bei Anlagen knapp über 100 kWp ist eine Reduktion auf 99 kWp (KLEIV) oft die einfachere und planbarere Option.
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